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Das Museum

Die Sammlungen
Der Fundus des Museums bildete sich anfänglich aus Zwei Sammlungen Zum einen jene  die  Armand Bachofer aufbaute, zum anderen die Sammlung aus der Keramikfliesenfabrik CISA welche der Stiftung durch Frau Lisa Buser geschenkt wurde. (Abb. 1)
Die Kollektion des Museums umfasst inzwischen mehrer hundert Stücke aus dem 18. bis zum 20.h und wächst regelmässig durch Ankäufe, Schenkungen und Funde weiter.

Dauerausstellung
Eingeteilt in fünf verschiedene Themenkreise bekommt der Besucher im ehemaligen Kellerraum des Hauses einen Überblick über die Produktion der verschiedenen Betriebe im Laufe des 20. Jh. 1) Signaturen der verschiedenen Betriebe, 2) der Handel, 3) Zierobjekte, 4) das Gebrauchsgeschirr und 5) das Kochgeschirr.

Im angrenzenden Raum wird der Besucher eingeladen dem Caquelon und seiner Geschichte auf den Grund zu gehen. Fonduepfannen jeder Grösse und Farbe, einheimische und fremde, keramische und deren Konkurrenten aus Gusseisen  zieren den Raum und erzählen Aufstieg und Niedergang.

Zwei neue Räume seit 2014
Betritt der Besucher den ersten Raum im oberen Stock, steht er in einer Töpferwerkstatt aus dem 20. Jh. Eine kleine Einführung in die keramische Technologie, (Tonaufbereitung, Formgebung, Dekor und Brand), wie sie in Bonfol sowohl in den Manufakturen als auch in der Industrie angewendet wurde, hilft dem Besucher für besseres Verständnis.
Zu besonderen Anlässen drehen sich auch die beiden alten Töpferscheiben wieder und hauchen diesem Ort der Erinnerung neues Leben ein. Auf Anfrage können Töpfertage organisiert werden.
 Im zweiten Raum befindet sich die Sammlung des Museums. Auch dieser Saal, das Schaulager, ist dem Publikum  zugäglich.

Wechselausstellungen
Im grossen Saal im Erdgeschoss finden Wechselausstellungen statt. Die Erste, die bis Oktober 2007 zu sehen war,  trug den Titel „Bonfol terre-à-terre“. Sie zeigte die ältesten bisher sicher Bonfol zugeschriebenen Keramiken und  stammen aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Dank archäologischen und archäometrischen Untersuchungen konnten diese alten Fundstücke aus dem Entwässerungsgraben der Creugenat-Ebenen hinter Porrentruy, zum ersten Mal und  mit Sicherheit Bonfol zugeordnet werden. (Abb.3)
Der Gebrauch von Keramikgefässen ist jedoch schon viel älter wie die Gefässe aus der jüngeren Steinzeit (Neolitikum) und aus dem Frühmittelalter in der ersten Vitrine zeigten. Der wenig bekannte Beruf des Keramik-Restaurators  wurde im Rahmen dieser Ausstellung ebenfalls vorgestellt.

2018/2019 Temporäre Ausstellung über Ziegel und Ziegeleien im Töpferei-Museum in Bonfol

OHNE  DACHZIEGEL  KEIN  ZIEGELDACH

Das Töpferei-Museum in Bonfol lädt mit seiner 6. Sonderausstellung dazu ein, die Geschichte des Ziegels zu entdecken. Die Wahl dieser Ausstellung basiert vor allem auf der Dissertation von Ursule Babey : Archéologie et histoire de la terre cuite en Ajoie (publiziert in der Sammlung cahier d’archéologie jurassienne, CAJ 37) und auf der Tatsache, dass 1919 die Ziegelei Bonfol nach einem Brand völlig verschwunden ist.

Die Ausstellung ist in sieben Themen gegliedert:

- Das erste bezieht sich auf die Vorteile eines mineralischen Daches (Stein, Ziegel) im Vergleich zu einer organischen Dacheindeckung wie Schilf, Stroh oder Schindeln. Es waren die Römer, die das Ziegeldach entwickelten. Archäologische Funde nahe der Ortschaft Alle haben Ziegel aus dieser Zeit an den Tag gebracht. Nach einem Unterbruch von mehreren Jahrhunderten erscheint der Ziegel erneut im Mittelalter, jedoch in  bescheidenem Ausmass und fast ausschliesslich auf Sakralbauten und herrschaftlichen Gebäuden. Bei gewöhnlichen Häusern hingegen setzte sich die Tradition der organischen Dächer bis ins 19. Jahrhundert fort, trotz der Forderungen der Obrigkeiten nach Ziegeleindeckungen. Aufgrund der höheren Kosten bei einer Eindeckung mit Ziegeln, stösst diese sinnvolle Forderung auf starken Widerstand.

-Das zweite bezieht sich auf den Preis der Ziegel und auf die Kaufkraft im 18. Jahrhundert.

-Das dritte befasst sich mit der Dachbedeckung mit Tonziegeln nördlich der Alpen ab der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts v. Chr., d. h. von der Entwicklung des römischen Ziegels bis zum mechanisch hergestellten Dachziegel.

-Rohstoffe, Werkzeuge sowie handwerkliche und industrielle Produktion sind Gegenstand des 4. Themas.

-Das fünfte Thema stellt  Arten und Formen der Ziegel vom Mittelalter bis zur Gegenwart vor und hebt besonders die Erfindung der Falzziegel durch die Gebrüder Gilardoni in Altkirch im Jahre 1841 hervor, welche einen großen Fortschritt darstellt.

-Das sechste und siebte Thema sind die Höhepunkte der Ausstellung, da sie die Entwicklung und den Niedergang der Ziegeleien in der Ajoie, insbesondere derjenigen von Bonfol, thematisieren.

Die ausgestellten Ziegel stammen aus verschiedenen Privatsammlungen sowie aus den Reserven der Töpferei-Stiftung Bonfol.

Unser Dank gilt allen Autoren der diversen schriftlichen Quellen, die es uns ermöglicht haben, die seltenen und notwendigen Informationen für die Ausarbeitung der erwähnten Texte zu finden.

Vielen Dank an die großzügigen Spender, die diese Ausstellung ermöglicht haben.

Sonstige Veranstaltungen
Neben den Eröffnungsfeinern der Ausstellungen finden in den Museumsräumen auch andere kulturelle Anlässe statt.

Saisonabschluss
Jeweils im November findet der Saisonabschluss statt.
Am 10. November 2017 erzählte Isabelle Plomb Geschichten um Krüge und Pfeifen von der ganze Welt.

Das Museum lädt Sie ein, Bonfol zu entdecken

Archiv sonstige Anlässe